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Was bedeutet es ein Workout RX zu machen?

Published by Admin on April 30, 2020

„Rx“ – Erklärt und Entschärft

von Alexander Borgs

 

„Rx“ - zwei Buchstaben, die im CrossFit Universum viele unterschiedliche Reaktionen auslösen können - Motivation, Herausforderung, Tagesgeschäft…aber auch Schrecken, Überforderung, Sorgen und teilweise auch Angst.

 

Die letzteren vier können, nein, MÜSSEN von Coaches genommen werden, damit keine Barrieren, Minderwertigkeit oder Isolation entstehen, die den Athleten am Fortschritt und somit am Wachstum hindern. Unser Ziel ist es und sollte es sein, den Athleten die Werkzeuge an die Hand zu geben, nicht nur im Sport und ihren physischen Kapazitäten und Erscheinungen erfolgreich und gut ausgebildet zu sein, sondern auch die im Training erlebten Anstrengungen und Überwindungen einen bedeutenden Einfluss auf das Leben - Familie, Job, Beziehungen, Alltag – haben lassen. Dies geschieht durch transparente Kommunikation, Empathie und Verständnis gegenüber eines jeden einzelnen Athleten. 

 

Die Tatsache, dass die englische Sprache beim CrossFit eine große Rolle spielt ist bekannt. Nun tauchen aber neben Sprachunterschieden auch Kulturunterschiede und andere Hindernisse auf, die oftmals im Kopf eines Athleten anfangen, und es gilt zu entschärfen bzw. zurück zu bauen. Unsere zwei Buchstaben R und X sind ein solcher Kulturunterschied, den es gilt zu entschärfen, sogar neu zu definieren. 

 

Diese Buchstabenkombination haben einen medizinischen Hintergrund. In der Amerikanischen Pharmazie wird Rx als Abkürzung für das Wort „prescribed“ verwendet, was auf Deutsch übersetzt „verschrieben“ bedeutet. Wenn wir also die Medizin als Beispiel nehmen, wird dort ein Medikament, das individuell (in Wirkstoff und Dosis) auf euch angepasst ist verschrieben - also auf eure Beschwerden, eure Verfassung, und auf eure Gesundheitsgeschichte. Also wenn mir ein bestimmtes Medikament in einer bestimmten Menge verschrieben wird ist es für mich genau richtig, für einen anderen aber vielleicht zu wenig, den nächsten eine Überdosis für die Nächste sogar völlig am Ziel vorbeigeschossen.

 

Genauso trifft es beim CrossFit zu: mir wird eine bestimmte Übung (Medikament) bei einem bestimmten Gewicht oder Skalierung (Dosis) vom Coach verschrieben, das aber die eine unterfordert, den anderen überfordert, oder bei jemandem der sich das linke Schlüsselbein gebrochen und den rechten Fuß verstaucht hat und Double Kettlebell Overhead Reverse Lunges bei 24kg pro Arm machen soll, VÖLLIG am Ziel vorbei schießt. Somit sind viele Informationen was euch und eure Geschichte angeht wichtig für uns Coaches, um euch das richtige Medikament bei korrekter Dosis zu verschreiben, um euch bei euren Heilung (Gainzz = Wachstum und Fortschritt) zu assistieren. 

 

Athlet: „Aber Coach, wieso Rx im CrossFit?“ … Coach: „Nun ja, Abkürzungen sind cool, CrossFit ist cool, deshalb Rx.“

  • Kein Coach. Jemals. (Hoffentlich)

 

Rx im CrossFit beschreibt vereinheitlichte Baseline-Richtwerte, die im Wettkampf das Vergleichen unterschiedlichster Athleten mit unterschiedlichsten Hintergründen zulassen. Das Training ist kein Wettkampf. Und wenn es ein Wettkampf sein soll, dann lasst es einen Wettkampf mit eurem gestrigen Ich sein, und mit keinem anderen – denn NIEMAND hat eure höchstindividuelle und ganz besondere Trainings-, Gesundheits-, Verletzungs-, Ernährungs-, und vor allem Lebensgeschichte. Die schreibt ihr selbst mit dem was ihr habt und was ihr könnt. In diesem Falle wird Rx einerseits überflüssig - oder alles was ihr macht wird Rx, euer Rx, basierend auf den gelisteten Faktoren. Perspektive. 

 

Dies soll nicht bedeuten, dass ihr euch auf dem Status Quo ausruhen sollt oder nach jedem Workout eine Teilnehmermedaille erwartet. Ganz im Gegenteil. Wir sind Menschen, und – hier und jetzt – das Resultat der Evolution und unermüdlichem Fortschritt, Wachstum und Überleben. Fortschritt ist tief in uns verankert, und Wachstum bedarf es sich regelmäßig unbequem zu machen, zu schwitzen, schwer zu atmen und euren Status Quo jeden Tag auf’s Neue neu zu erfinden. Das harmonische Zusammenspiel zwischen euch, den Athleten, uns Coaches, und einer starken, gesunden und stützenden Community ermöglicht weiteren Fortschritt und Wachstum für jeden – WOD für WOD. 

 

Be hard to kill. Always forward. Euer Coach Alex



REST DAY-Keiner mag sie, jeder braucht sie!

Published by Admin on April 30, 2020

 

Viele Fitness-Junkies sehen "Rest Days" als ein Werk des Teufels. 

Was auch immer dein Ziel ist, wir alle brauchen mal einen Tag frei. 

Warum? 

Ruhetage sind tatsächlich fester Bestandteil in allen professionellen Trainingsplänen. Bei jedem Training legen wir große Belastungen auf unsere Muskeln,Knochen Sehnen und Bändern. Unser Immunsystem wird aktiviert, sobald unser Körper nach einer Belastung den Anpassungsprozess in Gang setzt, um dies zu gewährleisten braucht unser Körper jedoch etwas Zeit und Erholung. 

Rest days werden deine Verletzungsanfälligkeit um ein vielfaches reduzieren. 

Angenommen du betreibst einen High-Impact-Sport wie Joggen, bei dem deine Gelenke und unteren Extremitäten täglich belastet werden, so kann das schnell zu Überlastungen führen. Gibst du deinem Körper keine Pausen , so entstehen bald Überlastungserscheinungen, wie z.B. Wadenverkrampfungen, unangenehme Knochenspornen, Schienbeinschmerzen, Muskelrisse oder Sehnenentzündungen.

 

 

Optimale Erfolge erreichen wir nach dem Prinzip der Superkompensation: 

Was ist das Prinzip der Superkompensation?  

Die Superkompensation ist eine Anpassungsreaktion des Organismus infolge einer Auslenkung aus der Homöostase, durch z.B, sportlicher Betätigung.

Die ausgelösten Wiederherstellungsvorgänge verbessern die Leistungsfähigkeit über das Ausgangsniveau hinaus. Die Superkompensation tritt infolge der Belastung erst im Anschluss an eine Erholungsphase. 

Häufig ist davon die Rede, dass die Superkompensation nach 1-2 Tagen einsetzt und anschließend für 2-3 Tage andauert. Dies ist allerdings so pauschal nicht korrekt. 

Wann die Superkompensation beginnt und wie lange sie anhält, hängt von verschiedenen Faktoren ab: 

1. Aktuelles Leistungsniveau

2. Höhe des Reizes

3. Art des Reizes

4. Art der Erholung

5. Erholungspotential (Hängt wiederum mit der Leistungsfähigkeit zusammen) 

Phasen der Superkompensation:

Phase 1: Beginn der Belastung 

Phase 2: Trainingsreiz 

Phase 3: Ermüdung (Minderung der Leistungsfähigkeit)

Phase 4: Regeneration

Phase 5: Superkompensation 

Fazit: 

Im Idealfall steigen wir ins nächste Training ein, sobald wir die Spitze der Superkompensation erreicht haben. Um diese Phase zu erreichen müssen wir jedoch für eine optimale Regeneration sorgen und lernen auf unseren Körper zu hören.

 Mehr zum Thema Regeneration folgt nächste Woche, wenn es wieder heißt: 

„Das Wort zum Sonntag:“ 

 Stay Strong 

 Euer CF37 Team 

 "Give your body love and attention! Take your day of rest to reflect on how far you have already come and be grateful for your body and willpower!"